Nu au miroir, 1919
Joan Miró
Information
Künstler*in
Joan Miró
1893
Barcelona, Spanien
1983
Palma de Mallorca, Spanien
Werkdaten
Material/Technik
Öl auf Leinwand
Maße
Bild: 113 × 102 cm
Rahmen: 138 × 127 × 8 cm
Signatur/Bezeichnung
Bez. o.r.: "Miró. 1919"
Inventarnummer
0145
Werkverzeichnisnummer
Dupin 68 / Dupin/Lelong-Mainaud 71
Erwerbungsjahr
1964
Provenienz
Joan Miró, Barcelona/Paris/Palma de Mallorca/Barcelona/New York/Paris/Cala Major
1919 – vermutlich 1959, spätestens 1964
Galerie Dalmau, Joseph Dalmau, Barcelona
mindestens 1921 – spätestens 1937
Galerie Pierre, Pierre Loeb, Paris
frühestens 1924 – spätestens 1938
Pierre Matisse Gallery, Pierre Matisse, New York
mindestens 1938 – 1964
Galerie L'Œil, Paris
mindestens 1964
World Arts Establishment, Vaduz
1964
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
seit 1964
Das Gemälde „Nu au miroir“ von Joan Miró verbleib seit seiner Entstehung 1919 vorerst vermutlich im Eigentum des Künstlers. Es ist nachzuweisen, dass es in den folgenden Jahren verschiedene Galerien durchlief, doch ob es bei diesen als Kommission oder Eigentum im Galeriebestand war, muss bislang offenbleiben. Hinweise bestehen auf die Galerie Dalmau und die Galerie Pierre. Da Pierre Loeb, Inhaber der Galerie Pierre, Miró seit 1926 vertrat und sich überdies die Künstlervertretung seit 1934 mit Pierre Matisse teilte, ist anzunehmen, dass das Werk von Loeb zu Matisse überging. In dessen New Yorker Galerie ist es seit spätestens 1938 zu verorten und verblieb dort bis 1964. Seit 1959 scheint Matisse es in seine Privatsammlung übernommen zu haben, da ab
diesem Zeitpunkt die Besitzangaben als „Mr. and Mrs. Pierre Matisse, New York“ angegeben werden. Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen erwarb das Gemälde „Nu au miroir“ im Jahr 1964 von der Pariser Galerie L'Œil über das World Arts Establishment für ihren Bestand.
Zwischen 2009 und 2012 untersuchten mehrere freiberufliche Provenienzforscher*innen im Rahmen eines umfangreichen, vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste geförderten Forschungsprojekts die Herkunft (Provenienz) aller Werke der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Im Fokus standen dabei sämtliche Sammlungsobjekte, die vor 1945 entstanden sind. Bei dem Gemälde „Nu au miroir“ konnten die Besitzverhältnisse während der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945) nicht lückenlos geklärt werden. Aus diesem Grund hat die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im Jahr 2025 eine vertiefende Untersuchung zur Geschichte dieses Werks in Auftrag gegeben.
Für Hinweise oder Fragen zu diesem Werk, sprechen Sie uns gern an:
Dr. Vivien Trommer
Sammlungsleiterin
trommer@kunstsammlung.de
Creditline
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Ausstellungen
- Joan Miro Rétrospective, 3.7.-6.10.1990, Fondation Maeght, Saint-Paul
- Joan Miró Centennial, 19.4.-29.8.1993, Fundació Joan Miró, Barcelona
- Miró. Mein Atelier ist mein Garten, 14.10.2000-27.1.2001, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen
- Unser 20. Jahrhundert - Meisterwerke von Picasso bis Beuys, 14.7.-28.10.2000, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
- Joan Miró. Schnecke Frau Blume Stern, 12.7.-5.10.2002, museum kunst palast, Düsseldorf
- Joan Miró 1917-1934. La Naissance du Monde, 2.3.-27.6.2004, Centre Georges Pompidou, Paris
- Silent Revolution - Eine neue Sammlungspräsentation, 26.2.-12.6.2010, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, K21 Ständehaus, Düsseldorf
- Miró. Malerei als Poesie / Miró. Painting as Poetry, 12.6.-26.9.2015, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (K20 Grabbeplatz)
- museum global. Mikrogeschichten einer ex-zentrischen Moderne/museum global. Microhistories of an Ex-centric Modernism, 9.11.2018-9.3.2019, K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Grabbeplatz
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